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Tito Puente
Ursprungsland: New York
Kunstrichtung: Timbales, Dirigent, Komposer

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Ernesto Antonio "Tito" Puente wurde am 20. April 1923 als Sohn puertorikanischer Eltern in East Harlem in New York geboren. Mit sechs Jahren lernte er Klavier, wollte Profitänzer werden, mußte dieses Ziel aus gesundheitlichen Gründen jedoch zurückstellen. Bereits mit dreizehn spielte er als Schlagzeuger mit dem legendären Pianisten Noro Morales und wurde 1941 vom damals führenden Bandleader Frank Grillo "Machito" engagiert. Der Zweite Weltkrieg unterbrach seine angehende Karriere; er diente 1945 auf dem Flugzeugträger "Santee". Danach suchte Tito Puente eine formale Ausbildung am angesehenen Julliard Conservatory of Music, wo er drei Jahre lang Komposition, Orchestrierung und Musiktheorie studierte. Gleichzeitig spielte und arrangierte er für verschiedene Orchester, unter anderem "Machito" und seinen anderen großen Rivalen späterer Zeiten, Tito Rodriguez.



1948, im Alter von 25 Jahren, erfolgte der erste große Schritt in Richtung einer beispiellosen Karriere. Tito Puente gründete ein 10-Mann-Orchester mit dem Namen "The Picadilly Boys", das bald in "The Tito Puente Orquestra" umbenannt wurde. Ein Jahr später komponierte er den Mambo-Klassiker Ran Kan Kan. 1956 wurde Tito Puente offiziell zum "King of Latin Musik" ausgerufen; im gleichen Jahr spielte er mit Para los Rumberos einen seiner größten Hits ein. 1957 folgte das Album "Dance Mania", bis heute sein unumstrittener Klassiker, und 1964 die erste Aufnahme von Oye Como Va. 1968 erhielt Tito Puente eine eigene Fernsehshow mit dem Titel "The World of Tito Puente". 1969 rief der Bürgermeister von New York den 18. August zum "Tito Puente Day" aus und überreicht ihm eine Medaille für seine Verdienste als Botschafter der lateinamerikanischen Unterhaltungsmusik.



Zehn Jahre später bekam Puente seinen ersten von insgesamt fünf Grammy Awards.
Die Mambo KingsTito Puentes Popularität ist auf den Mambo-Craze der 50er Jahre zurückzuführen. Er war der letzte Überlebende der Großen Drei, der führenden Bandleader dieser Zeit (Puente, "Machito" und Tito Rodriguez). Eigentlich der Großen Vier, rechnet man Mambo-Pionier Perez Prado hinzu. Prado war es, welcher das Big Band-Format in die afrokubanische Musik einführte und den kubanischen Mambo der 40er Jahre revolutionierte. Höhepunkt dieser Zeit waren die Konzerte von Puente, "Machito" und Rodriguez im berühmten New Yorker Palladium. Bei einem Wettstreit mit Perez Prado 1956 im Manhattan Center gewann Tito Puente durch seinen progressiven Stil die Gunst des Publikums und wurde offiziell zum "King of Latin Music" ausgerufen. Puente spielte sich selbst in dem 1991 gedrehten Hollywood-Streifen "The Mambo Kings", welcher diese fantastische Epoche wieder aufleben läßt. Mitte der 60er Jahre, markiert durch die Schließung des Palladium, war die große Zeit der Big Bands vorbei. Tito Puente unterhielt als einziger für spezielle Anlässe weiterhin eine Big Band-Besetzung.


Mit seinem Tod ist die Ära der Latin Big Bands endgültig zu Ende gegangen.
In den 80er Jahren bewegte sich Tito Puente weg von der reinen Tanzmusik und hin zum experimentellen Latin Jazz. Er gründete eine Stiftung zur Förderung junger Musiker, trat in der berühmten Bill Cosby Show auf und wurde in Amerikas "Who's Who" aufgenommen. 1990 bekam er einen Stern auf Hollywoods Walk of Fame, und 1991 nahm er sein einhunderstes Album auf, "The Mambo King". Diese Hommage seiner langjährigen Weggefährten, allen voran Celia Cruz und Santos Colón, war seine einzige im kommerziellen Salsa-Stil eingespielte Produktion. Ansonsten galt ein anderer seiner berühmten Aussprüche: "Salsa, das ist für mich Ketchup aus der Flasche. Ich spiele afrokubanische Musik."



Am 1. Juni 2000 verstarb Tito Puente, der unbestrittene King of Latin Music.



  (Text mit freundlicher Genehmigung von Rob Lücking)



http://www.titopuenteonline.com

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