INTERVIEW

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Interviews

Interview mit
Johnny Vasquez
Salsa-Stuttgart.com: Hallo Johnny, können wir Dich interviewen? Alle Deine Fans in Deutschland sind sehr gespannt mehr von Dir zu erfahren ...
Johnny Vasquez: Sicher selbstverständlich! Gerne!

Salsa-Stuttgart.com: Wie alt bist Du und seit wann tanzt Du Salsa?
Johnny Vasquez: Ich bin 25 Jahre alt und tanze Salsa seit ungefähr 7 Jahren, mit 16-17 Jahren habe mit Salsa angefangen

Salsa-Stuttgart.com: Wie bist Du auf Salsa gekommen?
Johnny Vasquez: Durch meinen Bruder Francisco Vasquez, den ihr schon kennt, als ich nach Los Angeles kam. Er war derjenige, der mich reingebracht hat, er hat angefangen mich in die Clubs mitzunehmen und sagte mir, dass ich das kennen lernen sollte – den Tanz, den Rhythmus – ich dachte immer Salsa sei nur für alte Leute, aber als ich das erste mal dort war, sah bei einem Salsa-Wettbewerb eine super Vorstellung. Hier wurde meine Zuneigung zum Salsa geboren und da fing ich an, mich mit Salsa zu beschäftigen.

Salsa-Stuttgart.com: Wo hast Du früher gelebt?
Johnny Vasquez: In Londbridge.

Salsa-Stuttgart.com: Warum nennen sie Dich „El Principe de la Salsa“?
Johnny Vasquez: Sie nennen mich so, weil ... ich wurde so von Eddie Torres getauft, als wir in Puerto Rico auf einem Salsa-Kongress waren, im Jahr 2000. Ich war sehr eng mit Eddie zusammen, wir haben eine Tour in Europa zusammen gemacht. Wir waren in London, Mailand, usw. und er stellte mich immer vor als „El Principe de la Salsa“. Als ich in Puerto Rico meine Vorstellung präsentierte, sagte er zum Publikum, dass er mich als Salsa Prinz krönen wolle, da ich nicht der König sein könne, weil ich noch zu jung bin, aber eines Tages wird es wahr werden und so wurde ich von Eddie getauft als „Principe de la Salsa“ und so blieb ich mit diesem Namen.

Salsa-Stuttgart.com: Hast Du etwas von Eddie gelernt?
Johnny Vasquez: Nein, das nicht. Meine Beziehung zu Eddie ist reine Freundschaft. Wir sind wie Brüder oder wie Vater und Sohn, das hatte fast nichts mit Salsa zu tun. Ich habe nur von meinem Bruder Francisco gelernt.

Salsa-Stuttgart.com: Wir haben gehört, dass Du jetzt in Valencia-Spanien wohnst, stimmt das?
Johnny Vasquez: Ja, seit ungefähr 2 Jahren wohne ich in Valencia und dort bleibe ich bis ungefähr Ende September, dann will ich umziehen, vielleicht nach Madrid oder Barcelona. Ich weiss noch nicht, aber ich bleibe in Spanien.

Salsa-Stuttgart.com: Warum hast Du Dich entschieden nach Spanien zu ziehen?
Johnny Vasquez: Hm ... die Idee nach Spanien zu gehen entstand vom einen Moment auf den anderen. Weil die Tänzerinnen, die ich hatte, aus Spanien kamen und als ich von LA nach Europa wegen einem Auftrag kam, blieb ich bei ihnen. Die Idee war nur diesen Job zu machen, aber als wir mit der Arbeit anfingen, waren wir anschliessend eine Gruppe. Daraufhin entschiede ich in Valencia zu bleiben, wegen dem Training usw. und das hat mir gefallen, ist einfach meine Sprache, die Leute ... mir gefällt es wie die Leute leben.

Salsa-Stuttgart.com: Was ist Deine Meinung über die Salsa in Spanien und die Salsa in Europa?
Johnny Vasquez: Ich glaube, die Salsa in Spanien hat vor kurzem erst angefangen, erst wenige Jahre. Es gibt Leute, die tanzen und vom Salsa-Fieber angesteckt sind und man sieht immer mehr und mehr Leute in der Salsa-Szene. Allgemein in Europa gibt es Länder, in denen man schon länger tanzt, mit einem höheren Niveau, z. B. Italien, Frankreich, Schweiz. Und es gibt viele Orte in denen die Ansprüche gewachsen sind. Ich glaube, die Salsa hat jetzt ihren Höhepunkt in Europa, wenn Du um Dich schaust, viele Tänzer oder ein großer Teil von uns, sind nicht mehr in Amerika. Die meisten sind hier in Europa und deswegen ist die Salsa gewachsen. Alle Tänzer, die aus NY, Chigago, LA, etc. kommen sind hier, deshalb ist automatisch der Anspruch größer geworden. Ich bin seit 2 Jahren nicht mehr in Amerika gewesen, aber durch meinen Bruder weiss ich, dass die Salsa dort absteigend ist, es gibt nicht mehr dieses Fieber wie früher.

Salsa-Stuttgart.com: Woran liegt das, dass alle Tänzer nach Europa gekommen sind?
Johnny Vasquez: Ja, das ja, alle sind nach Europa gekommen. Ein Beispiel sind wir! Wir waren die Pioniere des LA-Styles. Man kann fast sagen, dass wir, die Vasquez, diesen Style erfunden haben. Früher in LA hat man nur kolumbianisch getanzt. Als wir angefingen diesen Style auf Linie zu tanzen gab´s das nicht. Meine Brüder und ich erfanden so einen Tanzstil. Das hat den Leuten gefallen und ist als Los Angeles Style bekannt geworden. Aber für mich heißt das Los Vasquez Style, verstehst Du? ... Seitdem wir das gemacht haben, die Leute, unsere Nachahmer, unsere Schüler, alle, inklusive mein Bruder Francisco, sind hierher gekommen. Francisco wohnt auch hier in Europa. Er macht gerade Urlaub in Los Angeles, aber er wohnt hier.

Salsa-Stuttgart.com: Wieviele Geschwister seid ihr?
Johnny Vasquez: 12 ... 7 Frauen und 5 Männer, davon sind 3 Tänzer und von den Frauen ist nur eine professionelle Tanzlehrerin. Sie wohnt noch in Mexico und hat dort ihre eigene Tanzschule.

Salsa-Stuttgart.com: In Zürich haben wir gesehen, dass Tropical Gem eine Show mit Dir gemacht hat, mit einer Deiner Choreographien, wie kommt ihr auf diese Idee? Gibt´s weitere gemeinsame Projekte?
Johnny Vasquez: Gut, die Idee hatten wir schon vor einem Jahr, als wir zum LA-Kongress gegangen sind. Sie haben mich gefragt, warum wir nicht etwas zusammen machen und dort in Los Angeles tanzen. Ich hatte schon diese Choreographie von Michael Jackson fertig, schlug das vor und sie haben ein Video aufgenommen und haben angefangen bei denen zu Hause zu üben. Immer wieder, wenn wir uns auf Kongressen getroffen haben, habe ich ein paar Sachen gezeigt, ein paar zusätzliche Schritte und Handbewegungen – es ist einfach perfekt geworden! Daher kam die Idee ... und da wir nicht nach Los Angeles gegangen sind, wollten wir das auf dem nächstfolgenden Kongress zeigen. Das war in Zürich, da war die Premiere und danach haben wir schon ein paar Male weiter gemacht. Dann gab noch so Dinge: es gab Gerüchte, dass wir gestritten hätten, dass wir uns nicht mehr leiden könnten, weisst Du? Der Neid und alles was die Leute so reden, alles nur Lügen! Dann sagten wir, komm wir zeigen den Leuten, dass alles total falsch ist. Wir zeigen den Leute, dass wir befreundet sind und dass wir zusammen arbeiten – und so war es ... Wir machten weitere Projekte zusammen, jetzt werden wir eine neue Choreographie von TG zusammen tanzen, also nicht mehr von mir sondern von ihnen, dann werde ich auch viel von ihnen lernen, aber das werde ich sehr gerne machen. TG sind sehr starke Tänzer, gute Tänzer, sehr berühmte, welche ich sehr bewundere!

Salsa-Stuttgart.com: Man kann immer etwas von anderen lernen, oder?
Johnny Vasquez: Ja sicher! Wir haben schon eine Tour durch Italien zusammen gemacht. Daher kennen wir uns sehr gut, wir sind befreundet, ich arbeite sehr gern mit ihnen – das sind tolle Menschen!

Salsa-Stuttgart.com: Welche Pläne und Projekte hast für die Zukunft?
Johnny Vasquez: Weiter tanzen! Mindestens 4 oder 5 Jahren noch, bis ich 30 bin. Dann vielleicht meine Schule aufmachen. Momentan habe ich keine Schule, weil ich keine Zeit dafür habe. Man muss viel Zeit investieren, wie mein Bruder in LA. Du brauchst auch die richtige Leute dafür, Leute denen du vertrauen kannst und die das für Dich gerne machen, wenn du immer auf Reisen bist, und ich will weiter reisen ohne Sorgen.

Salsa-Stuttgart.com: Ok ... jetzt die letze Frage. Was kannst Du uns über die musikalischen Takte sagen? on1, on2? Was ist Deine Meinung?
Johnny Vasquez: Gut das kann ich ganz kurz zusammenfassen, on1 oder on2 sind für mich beide gleich, ich kann auf 1 tanzen, ich kann auf 2 tanzen, ist keine besser als der andere, das wichtige für mich ist, mit dem Herz zu tanzen, die Leute, die mit dem Herz tanzen, tanzen im richtigen Takt. Ich habe nichts gegen 2, nichts gegen 1. Ich habe gelernt auf 1 zu tanzen, daher ist für mich bequemer auf 1 zu tanzen und es ist mir auch lieber, wenn ich auf 2 gelernt hätte, dann wäre die 2 mein Favorit :-) ...

Salsa-Stuttgart.com: Okay, vielen Dank für Deine Zeit.
Johnny Vasquez: Oh, nichts zu danken ...

(Interview von Sdenka)

Anmerkung: Johnny Vasquez scheint ein sehr anspruchsvoller Mensch zu sein, trotz riesen Erfolg ist er sehr bescheiden und hat ein großes Herz, das erkennt man in seinen Worte und seinen Ausdrucken. Er hat sich viel Zeit für uns genommen und erzählte uns viel über seine Leben in Europa. Er ist auch sehr witzig und hat viel Humor. Wir konnten ihn im Umgang mit anderen Stars kennen lernen, er zeigt sich auf die Bühne genau so wie er ist: einfach ehrlich und talentiert!!!
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