INTERVIEW

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Interviews

Interview mit
Frankie Martinez
Salsa-Stuttgart.com : Frankie, was ist dein Eindruck der Deutschen Salsaszene ?
Frankie Martinez : Sie wächst… Sie befindet sich in einer Entwicklungsphase. Ich mag Deutschland. Deutschland ist als Land wirklich wunderschön. Ich war schon überall. Deutschland ist ziemlich cool. Ich fühl mich wohl hier.

Salsa-Stuttgart.com : Glaubst du Deutschland hat das potenzial größer zu werden ?
Frankie Martinez : Absolut ! Das interesse ist auf jedenfall da. Einfach nur so weitermachen wie bisher. Deutschland ist auf dem richtigen Weg.

Salsa-Stuttgart.com : Für diejenigen die dich noch nicht so gut kennen: Wie hat das bei dir mit dem Tanzen angefangen und wie hast du dich entwickelt ?
Frankie Martinez : Ich habe schon immer Musik gehört, mein ganzes Leben lang. Mit 19 war ich im Militär in Florida stationiert für 2 Monate und ich habe viel zeit mit meinem Vater verbracht. Und da ich 19 war durfte ich nicht in die Clubs und mein Vater hat mich immer abends mitgenommen . Und so sah ich Leute die tanzen konnten. Ich glaube sie tanzten Kubanisch. Und da wurde ich vom Fieber gepackt und wollte es nach dem Militär erlernen. Ich hatte keine Ahnung, dass es Unterschiede zwischen Salsa und sonst was gibt. Ich wusste nicht mal was Mambo ist. Also sah ich „Salsa“ in den Gelben Seiten und ich ging einfach zur mir nächstgelegenen Tanzschule. Dort lernte ich nicht nur Salsa sondern auch Foxtrott, Walzer und all diese Sachen die ich eigentlich gar nicht lernen wollte. Ich belegte später einen Instruktorenkurs da man dachte das ich talentiert bin . Die ganze Zeit über gab es aber einen Dominikanischen Tanzlehrer der mir immer wieder sagte : “Du musst mal in die Clubs gehen und sehen wie sie dort tanzen“. Ehrlich gesagt war ich bis dahin ziemlich schüchtern. Aber er sagte mir wo ich hin sollte. Also ging ich ins Latin Quarter Donnerstag abends nach meinem Tanz-Unterricht und ich verbrachte Stunden damit völlig begeistert den anderen zu zuschauen. Ich ging heim und verstand nicht wie die anderen tanzten. Sie tanzten auf der 2 und ich hatte keinen Bezug dazu. Dieses Ballroom war so anders und ich wusste ich hätte mit niemanden dort tanzen können. Also blieb ich und schaute und ging dann heim und imitierte dann ihre Bewegungen. Irgendwann gab mir jemand einen Flyer von Eddie Torres. Ich ging in seinen Unterricht und das war’s. Ich habe einen Monat benötigt um auf die 2 umzusteigen und habe weitergemacht. Eddies Stil unterscheidet sich stark von meinem. Und während diesen 3 Jahren bei Eddie tanzte ich sehr wie er. Aber ab dem Moment an dem ich von Eddie weg bin habe ich mich in eine völlig andere Richtung weiterentwickelt.

Salsa-Stuttgart.com : Gib es noch andere Tänze die du ausübst außer Salsa ?
Frankie Martinez : Nein, nur das. Das ist alles das ich brauche. Mir wird damit nie langweilig. Ich tanze auf verschiedene Musikarten : ich tanze zu Afro-Music, ich tanze zu Afro-Latin-Jazz, zu normaler Musik.

Salsa-Stuttgart.com : Welche ist deine Lieblingsstadt, weltweit gesehen, außer Stuttgart ?
Frankie Martinez : Hehe, außer Stuttgart ? Gute Frage ! Ich glaube irgendwo in Puerto Rico aus dem einfachen Grund weil die Kultur und was ich an der Musik so liebe dort noch sehr lebendig ist. Ich glaube San Juan. Es ist sehr klein und man findet kaum Salsa dort. Aber wenn, dann ist es “the real stuff”!

Salsa-Stuttgart.com : Was möchtest du speziell dem deutschen Publikum noch sagen ?
Frankie Martinez : “Keep dancing”, und ich hoffe das all die male die ich in Deutschland war die Art wie die Leute nun Salsa sehen geändert hat. Salsa nicht nur als Paartanz sondern als eine Kunstform. Denn das ist meine message. Salsa ist für mich eine Kunstform, nicht nur Spaß haben und Party machen sondern etwas dem man sich widmen soll als eine Lebenseinstellung. Denn für mich ist es eine Lebenseinstellung.

Anmerkung der Redaktion:
Frankie war uns gegenüber unheimlich aufgeschlossen und sympathisch, nach dem Interview ging unser Gespräch noch eine ganze Weile weiter und er erzählte uns vieles über seine Pläne, seine Art zu tanzen und wie er Salsa sieht und fühlt. Herzlichen Dank Frankie !
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