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Es geht doch auch umsonst?
von mauro

Heute wurden wir auf folgenden FB-Post hingewiesen, den wir inhaltlich sehr interessant finden und glauben, dass er den ein oder anderen sicher auch zum Denken anregt.



Der Originalthread ist deutlich länger und kann hier eingesehen werden:

Dieses Thema „poppt“ in der Salsa-Szene immer wieder hoch und bewegt die Gemüter der Veranstalter / Tanzschulbetreiber und der Salseros. Die Kernessenz ist meist „…aber es geht doch auch billiger…“ bzw. „... ich will doch nur tanzen und (möglichst) kein Geld ausgeben…“.

Hierzu möchten wir auch ein paar Gedankenanstöße geben bzw. vielleicht noch ein bisschen Hintergrundwissen mitgeben:

„Es geht doch auch umsonst!“ Aber was genau? Der Eintritt? Kein Mindestverzehr? Keine Garderobenpflicht? Gehen wir mal vom Komplettpaket aus. Einige Clubs haben es bereits vorgemacht: Kein Eintritt, kein Mindestverzehr, nix! Nun, es geht… zumindest für eine Weile. Oder zumindest solange „irgendwer“ auch was gelegentlich trinkt. Denn schlussendlich besitzen die wenigsten Tanzschulen eine Bar/Club/Tanzraum, sondern sind „Unterpächter“. Meist gibt es hier die folgenden Kombinationen: a) Der Veranstalter (Tanzschule/Eventorganisator) mietet den Raum an gegen Geld, das Eintrittsgeld fließt dem Veranstalter zu, der wiederum die Miete damit bezahlt. Die Getränkeeinahmen meist dem Vermieter zu. b) Der Veranstalter beweist, dass er viele Leute zum Kommen bewegen kann und diese Trinken soviel, dass sich der Abend für den Vermieter anhand der Getränke „lohnt“ und bekommt dafür den Raum „kostenlos“ zur Verfügung.

Beide Kombinationen gibt es auch in Mischform, und mit Variationen, aber im Grund gibt es nur das. Was fehlt da? Richtig, die Kombination c) Der Vermieter stellt den Raum kostenlos zur Verfügung UND es ist ihm egal wieviel Einnahmen an Getränken an dem Abend entstehen bzw. der Veranstalter zahlt die Miete und verlangt trotzdem keinen Eintritt. Diese Kombination gibt es eigentlich nur im „knallharten“ temporären Konkurrenzkampf. Meist entsteht aber genau aus dieser Kombination der Eindruck, dass „es doch auch umsonst geht“. Auf Dauer ist es aber nicht möglich dieses Konstrukt zu halten.

Wie auch immer, ist bei den Kombinationen a - c erstmal nur der Vermieter glücklich gestellt. Jetzt gibt es da ja noch den Veranstalter selbst, sein Team / Mitarbeiter (Tanzlehrer, DJs, Shows, Türsteher,…) und die sonstigen Gebühren (GEMA, Werbung,…). Wir wollen hier keine Beispielrechnung machen. Diese gibt es zu Hauf in ähnlichen Postings und alle sagen das gleiche: Wenn (bereits bei einer kleinen Party) nicht mindestens jeder Gast 5-10 Euro liegen lässt und mindestens 100 Personen zugegen sind, dann wird es ein Minusspiel.

Es geht uns in diesem Artikel nicht um „die großen Events“, wobei die Problematik da ähnlich ist, sondern vor allem auch um die „kleinen Parties“. Die Parties die Euch die Woche und das Wochenende versüßen. Die euch immer eine Möglichkeit zur Ablenkung geben. Die immer wieder, auch wenn nur 40 Gäste da sind, die Stellung halten. Bei denen immer irgendein Freiwilliger Flyer verteilt. Wo der Veranstalter mühevoll und immer wieder den Vermieter davon überzeugen muss, dass es doch Sinn macht weiter zu machen. Es geht uns vor allem auch um die Leute, die Euch diese Parties, teilweise seit Jahrzehnten anbieten, unheimlich viel Energie reinstecken, davon Leben wollen/müssen und sehr oft „umsonst“ gearbeitet haben.

Für uns ein Grund an dieser Stelle nicht nur mit erhobenen Finger zu sagen „es geht nicht ohne Eintritt“, sondern einfach auch mal „Danke“ zu sagen. Danke für die Mühe und Arbeit die ihr Veranstalter investiert habt um die Salsa-Szene in Stuttgart (teilweise über Jahrzehnte) am Leben zu erhalten und zu fördern. Danke an Euch, ihr wisst wer ihr seid!

Und an Viadanza: Wir schauen gerne wieder bei Euren "legendären" Mittwochsparties vorbei! Die gab es nämlich schon vor (über?) 10 Jahren!

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