CD BESPRECHUNG

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CD Besprechung

Son De Tikizia - Salsa-Retro
von DJ Michael

An dieser Stelle stellte ich im Oktober 2007 schon das Debütalbum »Salsa Dura Pa Los Pies der aus Costa Rica stammenden Band Son De Tikizia vor. Nun haben sie sich nach fast 3 Jahren wieder zurückgemeldet. Wie damals schon erwähnt handelt es sich beim Kern der Band um ehemalige Begleitmusiker von »Ruben Blades, der nun mittlerweile mit der gesamten Band in Europa zusammen auftritt (schau mal [»] hier).

Das Cover der neuen CD ist erst mal recht ansprechend - aber schon der Titel macht stutzig: Retro-Salsa. Und ein Blick auf die Titelliste verrät viele Cover-Versionen. Aber Retro bezieht sich natürlich auch auf die Arrangements. Beim ersten Reinhören fallen sofort die fett abgemischten Posaunen und die Perkussion auf. Der Sound ist satter und auch reifer geworden seit der ersten CD - Klasse! Und super abgemischt ist es auch. Na dann mal schnell nach den Hits gesucht.

Die stehen für mich recht (vor)schnell fest: Zum einen ist da Pa Curubande Me Voy eine Nummer der Los Brillanticos die ebenfalls aus Costa Rica stammen. Klasse-Cover-Version - auch wenn ich Cover-Versionen nicht so sehr mag. Aber der Song wurde noch nicht sooft wiederverwertet und das Original ist im Sound recht dürftig. Das hier ist wirklich deftig und es fetzt. Vor allem durch das Piano von Co-Bandleader Walter Flores (schau und hör mal [»] hier) und die Bongos von Ricardo Wint sowie das Timbales-Solo von Pangui Mora. Einige überraschende Breaks, die das Original so nicht bereithielt, runden diesen echten No. 1 Hit ab! Und natürlich die fetten Posaunensätze.

Witzige Anekdote am Rande: In der Besprechung des »Debütalbums habe ich genau auf diesen Song im Zusammenhang mit Costa Rica hingewiesen. Na, nun ist er da!

Der 2. klare Hit für mich ist Juan Soledad. Auch wieder die klaren fetten Posaunensätze. Und ganz toll: Es ist keine Cover-Version - sondern ein selbstkomponierter Song. Ebenso wie das ganz gute Pasion. Richtig cool: Das Instrumental En DC. Kurz und schmerzlos - dafür aber exquisit! Sehr schön: Das Tempo dieser drei Stücke ist nicht so hoch, wie bei den meisten anderen Stücken.

Und wie sieht es mit den ganzen Cover-Versionen aus? Der uralte Instrumental-Mambo Fantasia Cubana mal mit Posaunen - nicht schlecht aber für mich zu schnell. Perico Mamaguela ist ein Wortspiel für einen Mix. Wir hören hier Maquinolandera und Quitate De La Via Perico (beide von »Ismael Rivera) und Mama Guela von Mambo-Legende »Tito Rodriguez.

Ebenfalls ein Mix: Das Mozaico Indestructible. Es besteht aus folgenden Klassikern: El Negro Bembon, El Nazareno (Original beide von »Ismael Rivera ), Anacaona (Original von »Cheo Feliciano ) und Indestructible ( Original von »Ray Barretto ).

Nun ja, wer es braucht ... Ich finde, es gibt von diesen Monumenten der Salsa schon genug Cover-Versionen (wie auch von den anderen gecoverten Songs dieser CD). Cover Versionen haben für mich so wenig Eigenes. Das Eigene, Charakteristische in dem Mozaico hier ist sicherlich das recht ansprechende Piano-Solo innerhalb von El Nazareno und auch das Timbales Solo in Indestructible ist stark. Noch stärker wäre der Effekt in Eigenkompositionen bei mir angekommen. Das wäre dann aber auch schon das einzig nicht so Überzeugende an dieser ansonsten perfekten Salsa-CD. Nächstes Mal bitte, bitte nicht so viel Retro und mehr Tico!

Fazit: Einmal mehr eine Super-Salsa-CD aus Costa Rica, auf der die Cover-Versionen überwiegen.



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